Zum ersten Mal legten JuJutsu-Frauen vom PSV Offenburg die Prüfung zum 1. DAN (schwarzer Gürtel) ab. Astrid (links) und Verena (rechts) und zwei weitere Prüflinge aus dem Land Baden stellten sich, nach einem Jahr der Vorbereitung, der Landesprüfung in Heidelberg. Die Prüfungskommission bestehend aus 3 Großmeistern konnten allen 4 Teilnehmern zur bestanden Prüfung gratulieren.

Die Jujutsu-Gruppe hat somit 5 Schwarzgurtträger. Nachdem Holger Seitel (1. Dan) die Trainerlizenz (C) auf der Sportschule Schöneck bestanden hat, legte ebenfalls Bernd Egle (1. Dan) im Februar die C-Lizenz auf der Sportschule ab. Astrid Wiebke verlängerte ihre Lizenz zur Kursleiterin für Frauenselbstverteidigung. Die Ju-Jutsu Abteilung konnte somit das Trainerteam vergrößern

Neue Trainingsformen- und Technikformen sind im Ju-Jutsu aufgenommen worden. Zum Beispiel das Jiu-Jitsu, das Brazilian Jiu-Jitsu, Ne-waza (Bodenkampf – MMA)

Der Nachwuchs sollte seine Chance bekommen. Kindern und Jugendlichen fehlen oftmals attraktive Angebote (Vereine sind gefordert) zur sinnvollen Freizeitgestaltung. Der Sport bietet eine hervorragende Möglichkeit - ob im Verein oder als Individualist - Teamgeist zu entwickeln und Ziele zu verfolgen.

Gerade als Sportler (seit über 50 Jahren - turnen, Fußball, Karate, Judo.... Ju-Jutsu) und Trainer (seit über 40 Jahren) weiß ich, wie wichtig es ist, sich selbst Ziele zu stecken, um sich anschließend auf den Weg zu machen, das angestrebte Ziel auch zu erreichen. Die Vorbildfunktion jedes Sportlers besteht darin, jungen Menschen dieses aufzuzeigen. Wenn es uns gelänge, möglichst viele Kinder, Jugendliche und Heranwachsende zu motivieren, ein selbst gestecktes Ziel nicht schon nach dem ersten Rückschlag aus den Augen zu verlieren, sondern bis zum Erreichen durchzuhalten, könnten wir solche Erfolgserlebnisse auch auf andere Lebensbereiche übertragen. Leider musste ich als Trainer schon erfahren, dass man Kinder und Jugendliche damit bestraft, z.B. bei schlechten Noten in Schularbeiten, das liebgewonnen Training zu verbieten. Dies ist wohl die falsche Weg (Bestrafung). Auch sollten Eltern ihre Kinder unterstützen, wenn es gerne ins Training oder gar zu Wettkämpfen geht oder sich auf eine Jujutsuprüfung vorbereitet. Der Trainer ist hier auf Hilfe angewiesen. Leider war es in der Vergangenheit nicht immer so. Eine Zusammenarbeit ist hier erforderlich. Im Wohle unserer Kinder. Mit Schrecken sehe ich, dass die Kinder- und Jugendkriminalität in Deutschland alarmierende Ausmaße angenommen hat. Hier ins besonders die Gewalt. Ein wichtiger Grund dafür ist u.a. die gesellschaftliche Entwicklung in den vergangenen Jahren. Für die Heranwachsenden sind Gewalt und Aggression oftmals ein Ventil des Frustrationsabbaus und der Problembewältigung. Doch junge Menschen sind die Zukunft unserer Ge15

sellschaft. Unterstützen Sie die Aktion „SPORT GEGEN GEWALT“ im Polizeisportverein. Seien Sie auch ein Vorbild für ihr Kind und unterstützen Sie ihr Kind. Nur Missstände beklagen und hilflos mit den Achseln zucken, ist nun mal zu wenig.

Der Vollkontaktanzug „Fist“ wird für ein spezielles Jujutsu-Training von Trainer Olaf Barunke zur Verfügung gestellt. Dieser kostspielige Schutzanzug, der noch andere Sonderschutzteile hat, wurde in Amerika entwickelt. Hier benutzt ihn die Polizei (Sondereinheiten) für ihr Einsatztraining. Die Leihgabe des Schutzanzuges ermöglicht mit voller Kraft, auch mit Gegenständen, realistisch zu trainieren. Zusätzlich ermöglicht es Hemmungen abzubauen, d.h. durch Willensstärke und Entschlossenheit erlernte Techniken (außer Gelenkhebeln) einzusetzen. Bei Kindern wird der Schutzanzug in Zukunft auch auf Lehrgängen und Sportfreizeiten spielerisch zum Einsatz kommen.

 

„Wege aus der Gewalt“ Sicherheit im Alltag und Selbstverteidigung für Frauen In den Monaten April bis Juni. Kursbeginn Dienstag 5. April 18.45-20.15 Uhr in der Theodor-Heuss-Halle. 5. und 12. April kostenloses Schnuppertraining. Weitere Info bei Kursbeginn.

Als eigenständiger Bereich im Ju-Jutsu hat sich die Frauen- und Mädchenselbstverteidigung etabliert. Sie gliedert sich in Prävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Prävention - d.h. Vorausplanen, mögliche Gefahren rechtzeitig erkennen und vermeiden. Die Selbstbehauptung ist die Grundlage jeder Selbstverteidigung.

Nur mit dem Willen und der Entschlossenheit sich zu wehren und im Notfall auch zu kämpfen, sind Frauen in der Lage, ihre Körperwaffen einzusetzen. Zur Selbstbehauptung gehört auch Ängste abzubauen, Selbstsicherheit zu trainieren und richtiges Verhalten bei Anmache - und Belästigungssituationen zu lernen. Für die Selbstverteidigung, die immer der allerletzte Schritt sein soll, wurden Techniken gewählt, die leicht zu erlernen, aber höchst effektiv sind, mit dem Ziel, den Gegner kampfunfähig zu machen. Die Auswahl der Techniken orientiert sich dabei nach den Bedürfnissen der Frauenselbstverteidigung. Diese Auswahl von Techniken sind u.a. speziell für die Frauenselbstverteidigung entwickelt worden. Jede Frau, unabhängig von Alter, Größe und Muskelkraft hat körpereigene Waffen, die individuell und gezielt eingesetzt einen Mann kampfunfähig machen können oder ihn von seinem Vorhaben abbringen kann.

Frauenselbstverteidigung