Selbstverteidigung als differenzierter Sportunterricht im Mädchengymnasium und Realschule. Die Kooperation zwischen Polizeisportverein Offenburg und Klostergymnasium Offenburg geht in ein weiteres Jahr. Mädchen der Klassen 5(seit 2015 neu) - 11 üben wieder seit dem Schuljahr 2015 Verteidigungstechniken und Verhaltensweise bei Gefahren.

Trainingsinhalte in der Mädchenselbstverteidigung ließen erkennen, dass nicht nur Selbstverteidigungstechniken von Olaf Barunke, geschult und trainiert wurden. Nicht auf spektakuläre und möglichst viele Techniken sollte eingegangen werden, vielmehr muss den Mädchen und jungen Frauen zunächst ihre eigenen Stärken bewusst gemacht werde. Sie müssen Vertrauen in den eigenen Körper entwickeln, selbstbewusster und vor allem positiv motiviert werden. Mit dieser Einstellung geht man dazu über, wenige und einfache, aber sehr effektive Techniken zu lernen, mit denen man sich im Ernstfall realistisch, hart und erfolgversprechend verteidigen kann. Außer Aufmerksamkeit soll auch das Selbstbewusstsein gesteigert, die Angst vor bestimmten Situationen genommen oder zumindest reduziert werden und die junge Frauen sollten ein Repertoire an Techniken und Taktiken verfügen, mit denen sie ihre Verteidigungschance verbessern und somit effektvoll einsetzen können.

Diese erfolgreiche Kooperation zwischen der Schule unter Leitung von Frau Brändl-Weitz und dem Polizeisportverein Offenburg wird auch im Schuljahr 2015/2016 durchgeführt.

Weitere Kooperationen mit Schulen und dem Förderverein in Gengenbach werden bereits durchgeführt und die Grundschule in Reichenbach, sowie Strohbach sind in Planung. Berichte in nachfolgenden Ausgaben.

 

Zum ersten Mal legten JuJutsu-Frauen vom PSV Offenburg die Prüfung zum 1. DAN (schwarzer Gürtel) ab. Astrid (links) und Verena (rechts) und zwei weitere Prüflinge aus dem Land Baden stellten sich, nach einem Jahr der Vorbereitung, der Landesprüfung in Heidelberg. Die Prüfungskommission bestehend aus 3 Großmeistern konnten allen 4 Teilnehmern zur bestanden Prüfung gratulieren.

Die Jujutsu-Gruppe hat somit 5 Schwarzgurtträger. Nachdem Holger Seitel (1. Dan) die Trainerlizenz (C) auf der Sportschule Schöneck bestanden hat, legte ebenfalls Bernd Egle (1. Dan) im Februar die C-Lizenz auf der Sportschule ab. Astrid Wiebke verlängerte ihre Lizenz zur Kursleiterin für Frauenselbstverteidigung. Die Ju-Jutsu Abteilung konnte somit das Trainerteam vergrößern

Neue Trainingsformen- und Technikformen sind im Ju-Jutsu aufgenommen worden. Zum Beispiel das Jiu-Jitsu, das Brazilian Jiu-Jitsu, Ne-waza (Bodenkampf – MMA)

Der Nachwuchs sollte seine Chance bekommen. Kindern und Jugendlichen fehlen oftmals attraktive Angebote (Vereine sind gefordert) zur sinnvollen Freizeitgestaltung. Der Sport bietet eine hervorragende Möglichkeit - ob im Verein oder als Individualist - Teamgeist zu entwickeln und Ziele zu verfolgen.

Gerade als Sportler (seit über 50 Jahren - turnen, Fußball, Karate, Judo.... Ju-Jutsu) und Trainer (seit über 40 Jahren) weiß ich, wie wichtig es ist, sich selbst Ziele zu stecken, um sich anschließend auf den Weg zu machen, das angestrebte Ziel auch zu erreichen. Die Vorbildfunktion jedes Sportlers besteht darin, jungen Menschen dieses aufzuzeigen. Wenn es uns gelänge, möglichst viele Kinder, Jugendliche und Heranwachsende zu motivieren, ein selbst gestecktes Ziel nicht schon nach dem ersten Rückschlag aus den Augen zu verlieren, sondern bis zum Erreichen durchzuhalten, könnten wir solche Erfolgserlebnisse auch auf andere Lebensbereiche übertragen. Leider musste ich als Trainer schon erfahren, dass man Kinder und Jugendliche damit bestraft, z.B. bei schlechten Noten in Schularbeiten, das liebgewonnen Training zu verbieten. Dies ist wohl die falsche Weg (Bestrafung). Auch sollten Eltern ihre Kinder unterstützen, wenn es gerne ins Training oder gar zu Wettkämpfen geht oder sich auf eine Jujutsuprüfung vorbereitet. Der Trainer ist hier auf Hilfe angewiesen. Leider war es in der Vergangenheit nicht immer so. Eine Zusammenarbeit ist hier erforderlich. Im Wohle unserer Kinder. Mit Schrecken sehe ich, dass die Kinder- und Jugendkriminalität in Deutschland alarmierende Ausmaße angenommen hat. Hier ins besonders die Gewalt. Ein wichtiger Grund dafür ist u.a. die gesellschaftliche Entwicklung in den vergangenen Jahren. Für die Heranwachsenden sind Gewalt und Aggression oftmals ein Ventil des Frustrationsabbaus und der Problembewältigung. Doch junge Menschen sind die Zukunft unserer Ge15

sellschaft. Unterstützen Sie die Aktion „SPORT GEGEN GEWALT“ im Polizeisportverein. Seien Sie auch ein Vorbild für ihr Kind und unterstützen Sie ihr Kind. Nur Missstände beklagen und hilflos mit den Achseln zucken, ist nun mal zu wenig.

Der Vollkontaktanzug „Fist“ wird für ein spezielles Jujutsu-Training von Trainer Olaf Barunke zur Verfügung gestellt. Dieser kostspielige Schutzanzug, der noch andere Sonderschutzteile hat, wurde in Amerika entwickelt. Hier benutzt ihn die Polizei (Sondereinheiten) für ihr Einsatztraining. Die Leihgabe des Schutzanzuges ermöglicht mit voller Kraft, auch mit Gegenständen, realistisch zu trainieren. Zusätzlich ermöglicht es Hemmungen abzubauen, d.h. durch Willensstärke und Entschlossenheit erlernte Techniken (außer Gelenkhebeln) einzusetzen. Bei Kindern wird der Schutzanzug in Zukunft auch auf Lehrgängen und Sportfreizeiten spielerisch zum Einsatz kommen.